Friedrich Schiller

Hero und Leander

Selige Leukothea!

Die der Schiffer in dem öden

Wellenreich in Sturmesnöthen

Rettend oft erscheinen sah.

Reich‘ ihm deinen heil’gen Schleier,

Der, geheimnißvoll gewebt,

Die ihn tragen, unverletzlich

Aus dem Grab der Fluthen hebt!“

Und die wilden Winde schweigen,

Hell an Himmels Rande steigen

Eos‘ Pferde in die Höh‘.

Friedlich in dem alten Bette

Fließt das Meer in Spiegelglätte,

Heiter lächelnd Luft und See.

Sanfter brechen sich die Wellen

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