Joseph von Eichendorff

Der Gefangene

Auf ihn den süßen Leib,

Schaut mit den Augen lichte

Das wunderschöne Weib.

Sie nahm sein’n Helm herunter

Löst‘ Krause ihm und Bund,

Spielt‘ mit den Locken munter,

Küßt ihm den roten Mund.

Und spielt‘ viel‘ süße Spiele

Wohl in geheimer Lust,

Es flog so kühl und schwüle

Ihm um die offne Brust.

Um ihn nun tät sie schlagen

Die Arme weich und bloß,

Er konnte nichts mehr sagen,

Sie ließ ihn nicht mehr los.

Und diese Au zur Stunde

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