Joseph von Eichendorff

Der Gefangene

Als wie der Liebsten Gruß,

Er konnt‘ sich nicht besinnen –

Bis ihn erweckt ein Kuß.

Wie prächtig glänzt die Aue!

Wie Gold der Quell nun floß,

Und einer süßen Fraue

Lag er im weichen Schoß.

»Herr Ritter! wollt Ihr wohnen

Bei mir im grünen Haus:

Aus allen Blumenkronen

Wind‘ ich Euch einen Strauß!

Der Wald ringsum wird wachen,

Wie wir beisammen sein,

Der Kuckuck schelmisch lachen,

Und alles fröhlich sein.«

Es bog ihr Angesichte

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