Achim von Arnim

Des ersten Bergmanns ewige Jugend

Ein Knabe lacht sich an im Bronnen, Hält Festtagskuchen in der Hand, Er hatte lange nachgesonnen, Was drunten für ein neues Land. Gar lange hatte er gesonnen Wie drunten sei der Quelle Lauf; So grub er endlich einen Bronnen, Und rufet still in sich: „Glückauf!“ Ihm ist sein Kopf voll Fröhlichkeiten, Von selber lacht der schöne Mund, Er weiß nicht, … Weiterlesen …

Achim von Arnim

Der Mensch ist bald vergessen

Der Mensch ist bald vergessen der Mensch vergißt so bald, der Mensch hat nichts besessen, er sterb‘ jung oder alt. Der Mensch ist bald vergessen, nur Gott vergißt uns nicht, hat unser Herz ermessen, wenn es in Schmerzen bricht. Wir steigen im Gebete zu ihm wie aus dem Tod, sein Hauch, der uns durchwehte, tat unserm Herzen not.

Achim von Arnim

Ritt im Mondschein

Herz zum Herzen ist nicht weit Unter lichten Sternen, Und das Aug‘, von Tau geweiht, Blickt zu lieben Fernen; Unterm Hufschlag klingt die Welt, Und die Himmel schweigen, Zwischen beiden mir gesellt Will der Mond sich zeigen. Zeigt sich heut in roter Glut An dem Erdenrande, Gleich als ob mit heißem Blut Er auf Erden lande, Doch nun flieht er … Weiterlesen …

Achim von Arnim

Einerlei

Ihr Mund ist stets derselbe, Sein Kuß mir immer neu, Ihr Auge noch dasselbe, Sein freier Blick mir treu; O du liebes Einerlei, Wie wird aus dir so mancherlei!