Eduard Mörike

Auf der Reise

Zwischen süßem Schmerz,

Zwischen dumpfem Wohlbehagen

Sitz ich nächtlich in dem Reisewagen,

Lasse mich so weit von dir, mein Herz,

Weit und immer weiter tragen.

Schweigend sitz ich und allein,

Ich wiege mich in bunten Träumen,

Das muntre Posthorn klingt darein,

Es tanzt der liebe Mondenschein

Nach diesem Ton auf Quellen und auf Bäumen

Sogar zu mir durchs enge Fensterlein.

Ich wünsche mir nun dies und das.

O könnt ich jetzo durch ein Zauberglas

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