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Catull

An Aurelius und Furius

Mein Aurel und Furius; ihr Gefährten

Eures Freundes, ging er auch zu den fernsten

Indern am Eoischen Meer, das fernher

Brausend den Strand peitscht;

Zum erhitzten Araber, dem Hyrkaner,

Saker oder köcherbehangenen Parther

Oder, wo der Nilus mit siebenfachem

Strome das Meer färbt.

Oder überstieg‘ er die hohen Alpen,

Cäsars Ehrenmäler, den Rhein zu sehen,

Und der wilden äußersten Briten Eiland:

Die ihr dies alles,

Und was sonst der Himmlischen Wille fügte,

Mit Catullus freudig bestehen würdet:

Saget meinem Mädchen ein paar nicht allzu

Freundliche Worte:

Sie mag glücklich leben mit ihren Buhlern,

Deren sie dreihundert zugleich am Seil führt,

Keinen liebt, nur allen das Eingeweid‘ im

Leibe zerreißet;

Nicht soll meine Liebe sie ferner kümmern,

Die durch ihre Schuld nun auf einmal hinsinkt,

Gleich dem Frühlingsblümchen am Saum der Wiese,

Wenn es der Pflug knickt.

Übertragung von Eduard Mörike.

6 Gedanken zu “An Aurelius und Furius

  1. Das übersteigt leider auch meine geistigen Fähigkeiten. Ich besitze zwar eine sehr ausgeprägte rechte Gehirnhälfte doch die Synapsen sind durch ansteigenden Alkoholkonsum stark verengt. Es tut mir so leid Freunde der Nacht.

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