Gottfried Keller

Has von Überlingen

Es war der Has von Überlingen,

Der scheut‘ den Märzen wie den Tod;

Denn in die Glieder fühlt er dringen

Mit ihm des Alters leise Not.

Wann nun die Morgenlüfte wehten

Nach letzten Hornungs Mitternacht

Sah man ihn vor die Türe treten

Wie einen Krieger auf die Wacht.

Den Krebs geschnallt um Brust und Rücken,

Auf grauem Kopf den Eisenhut,

Umschient die Glieder ohne Lücken:

Das schien ihm für den Märzen gut!

Den langen Degen an der Seite,

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