Friedrich Schiller

Das Ideal und das Leben

Ewigklar und spiegelrein und eben

Fließt das zephirleichte Leben

Im Olymp den Seligen dahin.

Monde wechseln und Geschlechter fliehen,

Ihrer Götterjugend Rosen blühen

Wandellos im ewigen Ruin.

Zwischen Sinnenglück und Seelenfrieden

Bleibt dem Menschen nur die bange Wahl;

Auf der Stirn des hohen Uraniden

Leuchtet ihr vermählter Strahl.

Wollt ihr schon auf Erden Göttern gleichen,

Frei sein in des Todes Reichen,

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