Heinrich Heine

Belsazar

Die Mitternacht zog näher schon;

In stummer Ruh lag Babylon.

Nur oben in des Königs Schloss,

Da flackert’s, da lärmt des Königs Tross.

Dort oben in dem Königssaal

Belsazar hielt sein Königsmahl.

Die Knechte sassen in schimmernden Reihn

Und leerten die Becher mit funkelndem Wein.

Es klirrten die Becher, es jauchzten die Knecht;

So klang es dem störrigen Könige recht.

Des Königs Wangen leuchten Glut;

Im Wein erwuchs ihm kecker Mut.

5 Gedanken zu „Belsazar“

  1. Das Gedicht beschreibt, das König Nebukadnezar, Jehova, den Namen Gottes gekannt hat, das war der Gott der Israeliten.Jehova Gott hat sich nicht geändert.

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  2. Originalvorlage für dieses Gedicht findet man in der Heiligen Schrift, im Buch Daniel, 5. Kapitel.
    Ich las dieses Gedicht zum 1. Mal 1959 im Deutschunterricht im Gymnasium in der King Edward’s School Birmingham (Tolkeins alma mater), es begeistert mich heute genau so wie damals.
    Belsazar wurde „gewogen und zu leicht gefunden“. Das lässt über die Bilanz unseres Lebens in Gottes Augen nachdenken.

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  3. könnte mal jmd eine formale analyse von dem gedicht machen
    d.h. mit reimart reimschema stilmittel kadenzen u.s.w.
    das wär sau geil
    mit freundlichen grüßen
    Pr3dAt0r

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