Habe ein heitres, fröhliches Herz Januar, Februar und März, Sei immer mit dabei In April und Mai, Kreische vor Lust In Juni, Juli, August, Habe Verehrer, Freunde und Lober In September und Oktober, Und bleibe meine gute Schwester bis zum Dezember und nächsten Silvester.
Immer enger, leise, leise Ziehen sich die Lebenskreise, Schwindet hin, was prahlt und prunkt, Schwindet Hoffen, Hassen, Lieben, Und ist nichts in Sicht geblieben Als der letzte dunkle Punkt.
Die Menschen kümmerten mich nicht viel, eigen war mein Weg und Ziel. Ich mied den Markt, ich mied den Schwarm, andre sind reich, ich bin arm. Andere regierten (regieren noch), ich stand unten und ging durch’s Joch. Entsagen und lächeln bei Demütigungen, das ist die Kunst, die mir gelungen. Und doch wär’s in die Wahl [...]
Nicht Glückes bar sind deine Lenze, du forderst nur des Glücks zuviel; gib deinem Wunsche Maß und Grenze, und dir entgegen kommt das Ziel. Wie dumpfes Unkraut lass’ vermodern, was in dir noch des Glaubens ist: du hättest doppelt einzufordern des Lebens Glück, weil du es bist. Das Glück, kein Reiter wird’s erjagen, es ist [...]
Noch ist Herbst nicht ganz entflohn, Aber als Knecht Ruprecht schon Kommt der Winter hergeschritten, Und alsbald aus Schnees Mitten Klingt des Schlittenglöckleins Ton. Und was jüngst noch, fern und nah, Bunt auf uns herniedersah, Weiß sind Türme, Dächer, Zweige, Und das Jahr geht auf die Neige, Und das schönste Fest ist da. Tag du [...]